Im Trainer*innen-Team der spanischen Turnerinnen gibt es neue Gesichter. Die Niederländerin Lieke Wevers und der Russe Anton Stolyar sind seit Juni Teil des Teams im Trainingszentrum CAR in Madrid.

Wevers, die Zwillingsschwester der Balkenolympiasiegerin von 2016 Sanne Wevers und selbst dreifache Olympiateilnehmerin, gab gleichzeitig im Alter von 34 Jahren ihren Rücktritt vom Leistungssport bekannt. 2023 hatte sie 7 Monate als Trainerin in Norwegen gearbeitet, laut ihrem LinkedIn Profil hat sie keinerlei offizielle Qualifikation als Trainerin. Sie soll nun ihre Erfahrung in die Entwicklung der Choreografie und Ausdruck der spanischen Turnerinnen einbringen.
Der 45-jährige Stolyar stammt aus Vladimir, wo er von 1997 bis 2006 an der berühmten Tolkachov Schule arbeitete, aus der z.B. Nikolaj Andrianov und Yuri Korolev stammen. Er arbeitete danach lange in Italien, wo er u.a. Elisa Meneghini betreute. Zwischen 2013 und 2017 war er wieder in Russland und arbeitete im russischen Leistungszentrum am Runden See mit der Nationalmannschaft und betreute auch bei der WM 2015 und den Olympischen Spielen 2016. Danach kehrte er nach Italien zurück, wo er zuletzt bei Riccione Trainer war. In Madrid wird er laut Webseite des spanischen Verbandes technische Führungsaufgaben in der Nationalmannschaft der Frauen übernehmen.
Wevers und Stolyar hatten in den letzten Monaten verschiedene Trainingseinheiten in diversen Ländern angeboten, u.a. waren sei auch im KunstTurnForum in Stuttgart und in China.
Im Dezember 2025 gaben sie per Social Media bekannt, dass sie als Paar Interesse an einer verantwortlichen Position in einem Zentrum oder einer Nationalmannschaft interessiert wären. Der spanische Turnverband hatte auch mit den umstrittenen Ex-Trainer*innen von Olympiasiegerin Kaylia Nemour, Marc und Gina Chirilcenco, Gespräche geführt, doch diese nahmen ein Angebot aus Katar an. Daraufhin nahm man zu Wevers und Stolyar Kontakt auf und wurde sich einig,
Die spanischen Turnerinnen verpassten mit Platz 16 bei der WM in Antwerpen die Olympiaqualifikation als Team, waren aber in Paris – wie Deutschland – mit drei Einzelturnerinnen vertreten. Bei der EM 2025 in Leipzig gewann Alba Petisco Silber im Mehrkampf und Bronze am Boden.

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